KI-gestützte Frühwarnsysteme für Naturgefahren und kritische Infrastruktur

Autarke Sensorik misst dort, wo Murgänge, Hochwasser und Hangbewegungen entstehen. GeoSenseAI® führt die Messdaten zu einem aktuellen Lagebild zusammen – als Entscheidungsgrundlage für Gemeinden, Behörden und Infrastrukturbetreiber.

Oberlauf Sensorknoten im Gerinne Drohnen-Dock Siedlung Bahn / Straße

Schematische Darstellung eines überwachten Wildbach-Einzugsgebiets – keine Live-Daten.

Naturgefahren kündigen sich im Einzugsgebiet an – nicht erst am Schutzbauwerk

Starkregen, Schneeschmelze, steigende Pegel und Geschiebebewegungen verändern ein Einzugsgebiet oft Stunden, bevor ein Ereignis Siedlungen oder Verkehrswege erreicht. Wer nur im Talboden misst, sieht diese Entwicklung spät.

GMD® setzt deshalb dort an, wo Gefahrenprozesse beginnen: mit energieautarken Sensoren im Gerinne, am Hang und an der Felswand, die Messwerte laufend an GeoSenseAI® übertragen.

Wie Monitoring und Frühwarnung zusammenwirken

ca. 70 %
der Landesfläche Österreichs gelten als durch Wildbäche, Lawinen oder Erosion gefährdet. Quelle [GMD MUSS PRÜFEN: auf Primärquelle BMLUK/WLV umstellen]
ca. 12 000
Wildbach-Einzugsgebiete verzeichnet der Kataster der Wildbach- und Lawinenverbauung in Österreich. Quelle
CHF 321 Mio.
Schäden pro Jahr verursachten Hochwasser, Murgänge, Rutschungen und Sturzprozesse in der Schweiz im Mittel 1972–2024. Quelle: BAFU

Vom Messwert zur Entscheidung – in drei Stufen

Frühwarnung ist mehr als ein Alarmsignal. Das System begleitet die Verantwortlichen vom laufenden Überblick bis zur Dokumentation nach einem Ereignis.

  1. Laufend

    Now-Casting

    Pegel, Niederschlag und Bewegungsdaten werden je Einzugsgebiet zu einem Ampelstatus verdichtet. So lässt sich eine Vorwarnstufe früh auslösen und Einsatzkräfte können vorbereitet werden.

  2. Bei Überschreitung definierter Schwellenwerte

    Frühwarnung

    GeoSenseAI® informiert die festgelegten Empfänger automatisch – per App, SMS oder E-Mail. Welche Maßnahmen folgen, entscheiden die zuständigen Stellen. [GMD MUSS PRÜFEN: Alarmierungskanäle bestätigen]

  3. Nach dem Ereignis

    Lagebild

    Drohnenbefliegung und Geländevergleich zeigen, was sich verändert hat und welche Gebäude und Verkehrswege betroffen sind – ohne Personal in den Gefahrenbereich zu schicken. [GMD MUSS PRÜFEN: Reifegrad: automatisierte, sensorgetriggerte Befliegung derzeit in Entwicklung/Pilot]

GMD®-Systeme liefern Messdaten und Entscheidungsgrundlagen. Sie ersetzen weder amtliche Warnungen noch die Beurteilung und Einsatzentscheidungen der zuständigen Behörden und Einsatzorganisationen.

Überwachte Gefahrenprozesse

Jeder Prozess braucht eigene Messgrößen. Die Farbe kennzeichnet den Gefahrenprozess – durchgängig auf der Website und in GeoSenseAI®.

  • Murgänge und Wildbäche

    Pegel, Niederschlag und Erschütterungen im Gerinne, um Geschiebetrieb und Murgang-Vorstufen früh zu erkennen.

  • Starkregen und Hochwasser

    Pegelstände, Fließgeschwindigkeit und Niederschlag in Zubringern und Stadtbächen – auch zur Erkennung von Verklausungen.

  • Steinschlag und Felssturz

    Erschütterungen und Mikrobewegungen an Fels, Mauerwerk und Schutzbauten automatisiert erfassen.

  • Hangbewegungen

    Neigung, Bewegung und Bodenparameter über lange Zeiträume beobachten und Trends sichtbar machen.

  • Lawinen

    Ergänzende Messdaten für die Beurteilung durch Lawinenkommissionen und Betreiber. [GMD MUSS PRÜFEN: Leistungsumfang Lawinen bestätigen]

  • Waldbrand

    Sensorbasierte Früherkennung in gefährdeten Waldgebieten. [GMD MUSS PRÜFEN: Reifegrad Waldbrand-Angebot bestätigen]

Alles aus einer Hand: Sensorik, Plattform und Betrieb

GMD® entwickelt die Messtechnik selbst, installiert sie im Gelände und betreibt das System im Mietmodell – Gemeinden brauchen dafür kein eigenes Fachpersonal.

Autarke Edge-IoT-Sensorik
Energieautarke Sensoren für Hydrologie, Meteorologie und Geotechnik – auch dort, wo es weder Strom noch Kabel gibt.
GeoSenseAI®
Die Plattform führt Sensor-, Wetter- und Geodaten zusammen, zeigt Entwicklungen und löst Warnungen nach individuell festgelegten Schwellenwerten aus.
Drohnen und digitaler Zwilling
Autonome Drohnen und digitale Geländemodelle machen Veränderungen sichtbar und schaffen eine belastbare Dokumentation.
Installation, Wartung, Betrieb
Planung, Montage im Gerinne oder in der Steilwand, Kalibrierung und laufende Wartung durch das GMD®-Team.

Für wen wir arbeiten

Gemeinden und Behörden
Lagebild für Führungsstab und Feuerwehr, nachvollziehbare Grundlage für Sperr- und Freigabeentscheidungen.
Bahn und Straße
Überwachung von Wildbächen, Böschungen und Steinschlagbereichen entlang von Verkehrsachsen.
Bergbahnen und Tourismus
Hang- und Gerinneüberwachung über Siedlungen und Anlagen sowie datenbasierte Besucherstromlenkung.
Wasserversorgung
Quellschüttung, Wasserstand und Entnahme autark überwachen – auch im Hochgebirge.
Versicherungen
Messdaten und Ereignisdokumentation als Grundlage für Risikobewertung und Schadenregulierung.

Referenzprojekte

Ausgewählte Projekte mit Partnern in Graubünden und Tirol.

Zug der Rhätischen Bahn auf der Hinterrheinbrücke in Graubünden
Murgang und Wildbach

Rhätische Bahn: Frühwarnsystem für den Carrerabach

Graubünden, mit der Rhätischen Bahn und dem Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden

Statt am Bauwerk zu messen, überwacht GMD® das rund 14 km² große Einzugsgebiet in Echtzeit – energieautark, ganzjährig und ohne bestehende Infrastruktur im Gelände.

Zum Projekt

Neue Prager Hütte im Hochgebirge mit Messstation im Vordergrund
Wasserressourcen

Deutscher Alpenverein: Wassermonitoring an der Neuen Prager Hütte

Tirol, auf 2.796 m [GMD MUSS PRÜFEN: Höhenangabe vereinheitlichen – bestehende Website nennt auch „über 2.800 m“]

Ein energieautarkes Sensorsystem misst Quellschüttung, Wasserstand und Entnahme und überträgt die Daten ohne vorhandene Energie- oder Dateninfrastruktur.

Zum Projekt

„Nicht zuletzt durch den Klimawandel werden unsere sensorbasierten Monitoring-Lösungen immer wichtiger, um Sicherheit im alpinen Raum zu gewährleisten.“

Steve Weingarth, Gründer und CEO der GMD® GmbH

GMD® – gegründet 2024 in Innsbruck

Ein interdisziplinäres Team aus Geoinformatik, Hydrologie, Data Science und Embedded-Entwicklung. Mit Standorten in Innsbruck und Landquart und Projekten über den Alpenraum hinaus.

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