Hochwasser und Muren
Pegel, Fließgeschwindigkeit, Niederschlag und Erschütterungen im Gerinne – im gesamten Einzugsgebiet statt nur am Schutzbauwerk.
Sensorik & Technologie
GMD® entwickelt Messtechnik für Orte ohne Strom und Netz: im Wildbach, in der Steilwand und im Hochgebirge. Vom Sensor über die Funkstrecke bis zur Plattform stammt die Technik aus einer Hand.
Schematische Darstellung
Die Sensoren erfassen hydrologische, meteorologische und geotechnische Messgrößen direkt im Gefahrengebiet und verarbeiten Daten teilweise bereits vor Ort. So werden nur relevante Informationen übertragen – das spart Energie und Funkbandbreite.
Pegel, Fließgeschwindigkeit, Niederschlag und Erschütterungen im Gerinne – im gesamten Einzugsgebiet statt nur am Schutzbauwerk.
Seismische Sensorik und Beschleunigungsmessung an Fels, Mauerwerk und Schutzbauten, etwa an Steinschlagschutznetzen.
Energieautarke Radarsensoren für die Besucherstromlenkung auf Wegen und an Hotspots – datenschutzkonform und ohne Kamera.
| Messgröße | Gefahrenprozess | Wozu sie dient |
|---|---|---|
| Pegel | Hochwasser, Murgang | Wasserstand und Anstieg im Gerinne |
| Fließgeschwindigkeit | Hochwasser | Abflussverhalten bei Starkregen |
| Niederschlag | alle Prozesse | Auslöser frühzeitig erkennen |
| Erschütterung | Murgang, Steinschlag | Geschiebetransport und Einschläge |
| Beschleunigung | Steinschlag, Schutzbauten | Belastung von Fels, Mauerwerk und Netzen |
| Neigung und Bewegung | Hangbewegung | Langsame Verformungen über die Zeit |
| Quellschüttung und Wasserstand | Wasserressourcen | Versorgungssicherheit im Hochgebirge |
| Personenfrequenz | Besucherlenkung | Auslastung von Wegen und Hotspots |
Viele Gefahrenbereiche haben weder Stromanschluss noch Mobilfunkabdeckung. Die GMD®-Sensorik ist genau dafür ausgelegt.
Stromversorgung über Solar und Akku, ganzjährig im alpinen Gelände.
Datenübertragung per Funk an Gateways und weiter an GeoSenseAI®. Gateway-Standorte planen wir anhand der Topografie – auch für Gräben und Steilwände.
Vorverarbeitung im Sensor, um typische Ereignismuster von Störsignalen wie Regen, Fahrzeugen oder Bachrauschen zu unterscheiden.
Geophon-Knoten vernetzen sich untereinander, sodass einzelne Ausfälle die Übertragung nicht unterbrechen.

Ein Sensor im Wildbach hört ständig etwas: Regen, Wind, Bachrauschen, vorbeifahrende Fahrzeuge. Würde jedes Signal übertragen, wären Batterie und Funkstrecke schnell erschöpft – und die Plattform voller Fehlalarme. Deshalb beginnt die Auswertung bereits im Sensor.
Hochfrequente Messung von Erschütterung, Pegel oder Beschleunigung
Typische Ereignissignaturen werden von Störsignalen getrennt
Nur relevante Ereignisse und Kennwerte werden gebildet
Kompakte Datenpakete per Funk an Gateway und GeoSenseAI®
Gemeinsame Bewertung mehrerer Sensoren mit Wetter- und Geodaten
In GeoSenseAI® werden die Ereignisse mehrerer Sensoren zusammengeführt. Schwellenwerte und Warnstufen legen wir gemeinsam mit Ihnen fest – die Entscheidung bleibt bei den Verantwortlichen.

Ein stationäres Drohnen-Dock ermöglicht Befliegungen ohne Pilot vor Ort. Aus LiDAR- und Photogrammetrie-Aufnahmen entstehen hochauflösende Geländemodelle.
Der Vergleich mit einer Referenzbefliegung zeigt, wo sich Gelände oder Bachbett verändert haben und welche Volumina bewegt wurden.
Befliegungen außerhalb der Sichtweite benötigen behördliche Bewilligungen; diese klären wir im Projekt.
Sensorereignisse lösen die Befliegung automatisch aus – so liegt kurz nach einem Ereignis ein aktuelles Lagebild vor.
Geländemodelle, Punktwolken und Orthofotos erstellen wir auch als eigenständige Leistung, etwa für Gefahrenkartierung, Schutzbautenplanung oder Ereignisdokumentation.
Gelände, Gebäude und Infrastruktur werden in einem 3D-Modell zusammengeführt und mit Live-Messdaten verknüpft. So lässt sich abschätzen, welche Objekte von einem Ereignis betroffen sein können – als Grundlage für Planung, Übung und Einsatz.
Im 4D-WebGIS von GeoSenseAI® verbinden sich Geländemodell, Sensoren und Zeitachse zu einem Lagebild.
Zum GeoSenseAI® 4D-WebGIS →
Gefahrenprozess, Einzugsgebiet und Schutzziele gemeinsam klären.
Sensorpositionen, Messgrößen und Gateway-Standorte festlegen.
Installation im Gerinne, an der Felswand oder am Schutzbauwerk durch unser Team.
Schwellenwerte und Warnstufen gemeinsam mit Ihnen definieren.
Laufende Überwachung, Wartung und Weiterentwicklung im Mietmodell.
Entwickelt im eigenen Labor in Innsbruck; das PCT-Verfahren für die GMD®-Sensorik ist abgeschlossen.
GeoSenseAI® verbindet Sensorik, Geodaten und KI-Auswertung in einer Webanwendung.
Gemeinsame Entwicklung mit Forschungseinrichtungen, u. a. Universität Innsbruck, MCI und Silicon Austria Labs.
Nein. Die Sensoren versorgen sich über Solar und Akku selbst und übertragen ihre Daten per Funk an ein Gateway, dessen Standort wir anhand der Topografie planen.
Die GMD®-Sensorik ist für den ganzjährigen Betrieb im alpinen Gelände ausgelegt. Konkrete Anforderungen an Ihren Standort klären wir in der Standortanalyse.
Nein. Die Zähler arbeiten mit Radarsensorik ohne Kamera und erfassen keine personenbezogenen Bilder.
Sie wertet das Messsignal direkt im Sensor aus und unterscheidet typische Ereignismuster von Störsignalen wie Regen, Fahrzeugen oder Bachrauschen. Übertragen werden nur relevante Informationen.
Unser Team übernimmt Montage, Inbetriebnahme und Wartung. Sensorik, Plattform und Betrieb sind im Mietmodell enthalten.
Dafür sind behördliche Bewilligungen erforderlich. Wir klären sie im Projekt.
Sprechen Sie direkt mit unserem Technik-Team über Messkonzept, Funkabdeckung und Montage.